Labello, verstorben 7. Januar 2020

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Steckbrief

Name: Labello.

Der große Labello ist da.
Rasse: Rex,
Farbe: schwarz-weiß,
Geboren: 12. August 2014,
Herkunft: Nauheim,
Kastriert: bereits kastriert,
Aufnahme: 8. März 2018,
Pflegestation: Kerstin,
Pflegebox: Nr. 6.
Labello wird von seiner Gabi unterstützt.
Viel zu früh verließ uns der große „Bär“.

Am Freitag, den 2. März 2018 erreichte uns diese E-Mail: „Hallo, leider ist gestern eines unserer Meerschweinchen gestorben und jetzt haben wir ein kastriertes Meerschweinchen übrig, dass nun ganz alleine ist. Die Tiere wurden draußen gehalten. Wir haben uns entschieden, nicht erneut ein Jungtier zu kaufen. Jetzt sind wir auf der Suche nach einer schönen Bleibe für unseren Labello.

Er ist am 12.08.2014 geboren und wir haben ihn im April 2015 von einer Züchterin in Griesheim übernommen. Es handelt sich um ein Rex-Meerschweinchen und er ist schwarz weiß gescheckt. Bisher war er noch nicht krank, so dass wir noch nie mit ihm beim Tierarzt waren.

Labello ist sehr schreckhaft und hat immer noch Angst vor Menschen. Von Anfang an wollte er sich nicht anfassen lassen, das ist auch immer noch so. Wir haben unsere Meerschweinchen in einem großen Käfig im Garten gehalten, wo sie einen direkten Zugang zum Freigehege hatten. Von Anfang an hat er den Käfig mit Stella geteilt, die im Juni 2011 geboren wurde und auch von der Züchterin aus Griesheim stammte. Nach ca. einer Woche hatten die zwei sich aneinander gewöhnt und sich sehr gut vertragen. Ich denke, dass er ein wenig dominanter war als Stella, aber nicht im Übermaß.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie einen Platz für Labello hätten, da wir ihn ungern hier alleine lassen wollen. Dazu kommt, dass ich ihn ungern in der Wohnung halten möchte, da ich Allergikerin bin und es einen Grund hatte, dass wir die Tiere von Anfang an im Garten untergebracht haben. Sicherlich würde er sich in Gesellschaft wohler fühlen.“

Also reiste Labello am 8. März 2018 an, war doch bei den beiden jungen Mädels Kala und Caro noch ein Plätzchen frei. Lassen wir Labello einmal erzählen:

Hi Ihr Piraten,

getreu dem Motto „Ich kam, sah und siegte“ stellte ich mich der Herausforderung bei Euch einzuziehen – und nun habe ich gleich zwei Piratenbräute an der Backe!

Den beiden imponierte meine stattliche Erscheinung mit 1275 g und na ja, mein Fell schaut schon schön bunt gefleckt aus. Da sollte ich bei meinem Aussehen doch wohl jedes Mädel herumkriegen, aber die schwarze Kala schimpfte bei meiner Ankunft wie ein Rohrspatz, während sich die kleinere Caro versteckte!

Labello bei seiner Ankunft im März 2018

Von ihren Protesten ließ ich mich nicht einschüchtern und mit meiner charmanten Art war das Eis bald gebrochen. Nun fühle ich mich wie im siebten Himmel mit zwei jungen Mädels an meiner Seite. Stellt Euch vor, hier gibt’s auch noch so zwei weiche Kuschelsachen, auch Kuschelrollen genannt, auf die ich total abfahre. Durch die kann man hindurchflitzen und die lassen sich so schön anknuffen und man schläft herrlich darin – wenn sie nicht gerade von meinen Mädels belagert sind.

Okay, diese Kala ist nicht ohne und teilt gerne mal ein paar Zwicker nach links und rechts hauptsächlich gegen ihre Tochter aus. Zumindest sagte mir das hiesige Pflegepersonal, würde ich die Situation nun entschärfen und für Ruhe unter den Mädels sorgen.

Der große „Bär“ Labello.

Nun gut, ich tue mein Bestes – wenn ich ihnen nicht gerade nachstelle.

Euer neues Piratenschweinchen
Labello

Karfreitag, 30. März 2018
Futternachschub nicht nur für Labello
Bereits letzten Samstag besuchte Gabi ihren Labello, um uns ihren Patenvertrag und Labello sein leckeres Trockenfutter mitzubringen, damit es ihm an nichts fehlt. Liebe Gabi, Labello muigt Dir ein herzliches Dankeschön für Deine Unterstützung und wünscht Dir schöne Ostern.

Leckeres Trockenfutter für Labello & Co.

Leckeres Trockenfutter

Pflegebox Nr. 6 nun auf Tischhöhe mit Caro (am Futternapf), Kala und Labello im Mai 2018.

Labello, Kala und Caro im großen Käfig im Mai 2018.

Labello und seine Mädels im Mai 2018

Sonntag, 2. Dezember 2018
Foto-Update
Der große Bär Labello hat mittlerweile die 1400g-Marke geknackt.

Kala, Labello und Caro (rechts) im November 2018.

Labello, Kala (vorne) und Caro im November 2018.

Labello im November 2018

Sonntag, 21. Juli 2019
Foto-Update

Labello und Caro im Juli 2019

So gefällt’s Labello besser!

Labellos Gewicht hat sich auf 1200 g relativiert und er wirkt nicht mehr so pummelig. Nach dem Abschied von Kala diesen Monat hütet er nur noch Caro, die nun regelrecht aus sich heraus geht und viel umherflitzt. Das alles irritiert den großen Bär derzeit noch etwas.

Mittwoch, 8. Januar 2020
Abschied von Labello
Labello ließ es sich mit der kleinen Caro gut gehen und die beiden spielten ausgelassen. Der gegenüber Menschen ängstliche große Kerl nahm sogar schon die Medizin ohne dafür gefangen werden zu müssen. Denn letzteres mochte er überhaupt nicht und drehte dafür schon ein paar extra Runden im Käfig, bevor er sich einfangen ließ – nachdem das halbe Equipment bereits draußen war.

Im November entdeckte Frau Dr. Seitz einen wackelnden Schneidezahn unten links, der längs gebrochen war und zog ihn heraus. Da hatte sich wohl das Häuschen „gewehrt“, an dem Labello gerne architektonisch nagte. Das erklärte uns zumindest seinen schleichenden Gewichtsverlust im Herbst. Komischerweise kam der Schneidezahn aber nicht wieder.

Dann an Neujahr hörten wir plötzlich Autschgeräusche von Labello beim Pieseln und sämtliche Alarmglocken gingen an. Wir behandelten sofort gegen Blasenentzündung und sogar mit zwei Schmerzmitteln, weil Labello sehr wehleidig autschte.

Frau Dr. Seitz war am Montag auch über das noch immer viele Blut in seinem Urin beunruhigt und auf dem Röntgenbild sahen wir einen erbsengroßen Blasenstein. Dieser musste raus und wir gaben Labello gestern zur OP ab. Da wir tagsüber nichts von Frau Dr. Seitz hörten, fuhren wir abends erwartungsvoll in die Praxis, um unseren hübschen großen Bären wieder abzuholen.

Leider hatte Frau Doktor eine schlechte Nachricht: Labello brauchte sehr viel Gasnarkose, weil er fürchterliche Schmerzen hatte. Auch die OP gestaltete sich durch das viele Blut in der entzündeten Blase als schwierig. Sein Blasenstein sah auch so ganz anders als der von Oma Merle aus, die wie er am selben Tag unters Messer musste. Ihrer wirkte wie glatt geschliffen, während seiner rau war. Labello wachte auf, wollte aber nichts fressen (!) und stahl sich später still und leise einfach davon. Wir waren geschockt und traurig zugleich. Der große kräftige Kerl, der noch nicht einmal sechs Jahre alt wurde!

Auch Frau Dr. Seitz war mitgenommen und es ließ ihr keine Ruhe, ob nicht zusätzlich etwas anderes im Argen lag. Sie berichtete uns heute von der Obduktion: Labello hatte eine extreme Entzündung in der Blase – was seine Schmerzen erklärte – und sein HERZ war vergrößert! Warum er die Narkose übersteht, aufwacht und später umfällt, ist zwar rätselhaft, aber es passiert immer wieder, so Frau Doktor. Wir erinnerten uns an Mecki. Die Narkose war wohl zu viel für sein angeschlagenes Herz!

Lieber Labello, gerne hätten wir Dich mit Deiner Caro noch weiter gerne herumflitzen und necken sehen. Wir sind über Deine plötzliche und sicherlich ungeplante Reise sehr traurig – auch Deine Caro ließ sich gestern Abend nicht mehr bei uns blicken, weil wir Dich ihr nicht wie versprochen zurückbrachten. Heul! RIP großer Bär.