Kleiner Onkel mit Handicap, geboren 2014

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Steckbrief

Name: Kleiner Onkel.

Kleiner Onkel ist angekommen im Mai 2020
Rasse: Glatthaar (mit Stehohren),
Farbe: schwarz-rot mit einem weißen Hinterfüßchen,
Geboren: 2014,
Herkunft: Wiebelsheim,
Kastriert: bereits kastriert,
Aufnahme: 21. Mai 2020,
Pflegestation: Kerstin,
Pflegebox: Nr. 5.
Kleiner Onkel mit seinem Handicap (einem eingedellten Brustkorb) würde sich über eine liebe Patin oder einen lieben Paten freuen.

Kleiner Onkel sollte als Gesellschaft für Touffu einziehen, aber Touffu verstarb schneller als er einziehen konnte. Tja und so allein wollte Sybille den kleinen Onkel natürlich nicht abgeben, saß er doch bei ihr in einer großen gemischten Gruppe mit einem Haremswächter in Gesellschaft – obwohl ihm das Stress bereitete.

Wir fanden zwei kleine behinderte Böckchen, Trick und Track eben. Das würde doch passen. Kleiner Onkel wäre die Aufgabe zugefallen, als Barbapapa die beiden zu erziehen. Was bei der Ankunft auf dem Bild noch so harmonisch aussah, entpuppte sich als Trugschluss. Kleiner Onkel wollte nicht Papa werden und jagte die beiden.

Kleiner Onkel, Trick und Track sind angekommen im Mai 2020

Kleiner Onkel, Track und Trick im Mai 2020

Also bekam er sein eigenes Separee. Wir beobachteten, dass er sich beim Fressen gerne einmal verschluckt. Seitdem er solo sitzt, passiert ihm das nicht mehr so oft. Jegliche Vergesellschaftungsversuche scheiterten bisher kläglich.

Kleiner Onkel im Mai 2020

Die dominante Kira jagte den schüchternen Kastraten und die ebenfalls zurückhaltend unterwürfige Black Luna wurde von kleiner Onkel verjagt. Auch Versuche mit den gemischten Gruppen scheiterten. Alles was kleiner ist als er, wird gejagt (selbst Trixie) und alles Größere macht ihm Angst und er sucht das Weite.

Sybille würde ihn zwar wieder nehmen und in die vorherige Gruppe einsetzen, aber wäre das das richtige für kleiner Onkel? Somit bleibt uns erstmal nichts anderes übrig, als dass er allein sitzt. Vielleicht tut ihm die Ruhe nach all der Aufregung ja gut – bis wir wissen, was er will. In solch einer Situation wünschten wir, er könnte reden bzw. wir ihn verstehen …

Montag, 8. Juni 2020
Kleiner Onkel darf solo bleiben
Die halb abgefressenen Ohren von kleiner Onkel erzählen von einer schlimmen Kindheit, vermutlich ein großer Notfall. Wir wissen es nicht, wunderten uns nur über sein ablehnendes Verhalten gegenüber Artgenossen, ist er doch sonst ein ganz zurückhaltend schüchterner Kerl. Selbst die herzensgute Tapsy fand er zum Kotzen. Trotzdem er allein saß, verlor er Gewicht und rutschte auf 850 g ab.

Die heutige Untersuchung bei Dr. Seitz nebst Röntgen offenbarte des Rätsels Lösung. Sein Brustkorb ist leicht eingedrückt (deformiert) und eine Rippe auf der linken Seite sitzt nicht mehr dort, wo sie hingehört, sondern ragt in den Bauchraum hinein. Dies deutet entweder auf einen Sturz hin oder er wurde früher einmal beim Fangen zu fest gedrückt!

Aus Angst vor Schmerzen reagiert kleiner Onkel also so wie jetzt. Da wir nicht wissen, wie alt die Verletzung ist, testen wir mit Schmerzmittel, ob er wenigstens wieder zunimmt. Wenn er schon ein Einzelschweinchen bleibt.

Hatte kleiner Onkel anfangs sogar Angst vor der Kuschelrolle, so ist er jetzt nur noch darin zu finden. Unter diesen Umständen darf kleiner Onkel selbstverständlich bleiben und es sich richtig gut gehen lassen. Wir wollen ihn nach Strich und Faden verwöhnen, denn mehr können wir leider nicht mehr tun.

Sonntag, 28. Juni 2020
Kleiner Onkel hat sein Deckelchen gefunden
Seit letzten Sonntag ist kleiner Onkel nicht mehr allein. Die spontan angereiste „jungfräuliche“ Oma Bella – gleichalt und gleichschwer wie er – eroberte sein Herz im Sturm und kleiner Onkel war sofort Feuer und Flamme für sie.

Pflegebox Nr. 5 mit Oma Bella und kleiner Onkel im Juni 2020

Oma Bella und kleiner Onkel im Juni 2020

Er erzählte und popcornte vor Freude. Beim Kennenlernen ging kleiner Onkel verständlicherweise sehr behutsam vor, damit sie ihm nicht wehtat. Oma Bella hob nur ihr Köpfchen und schon trollte er sich wieder. Sie kannte bis dato noch keinen Schweinemann und war dementsprechend genauso vorsichtig unterwegs. Von Tag zu Tag wurde der Abstand zwischen beiden kleiner und kleiner. Die Annäherungsversuche fruchteten und inzwischen schlafen beide nie weit voneinander entfernt. Endlich hat kleiner Onkel seine Partnerin gefunden.