2010 Mona und Pepsy

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Mittwoch, 5. Januar 2011
Abschied Mona und Pepsy.
Das Schicksal lies den beiden keine Wahl.

Für Pepsy:

Wenn die Kraft versiegt,
die Sonne nicht mehr wärmt,
dann ist der ewige Frieden eine Erlösung.
Aus der Hölle ins Paradies und zurück. Anders hätten wir dein Leben, liebe Pepsy, nicht beschreiben können. Als Du nach langer Suche nach verantwortungsbewussten und vor allem tierlieben Menschen endlich angekommen schienst, hatte das Schicksal noch andere Pläne mit dir. Du hast an einer Krankheit gelitten, die unheilbar und dir unsagbare Schmerzen bereitete. Trotzdem hast Du gekämpft und doch verloren.

Mit Mona hast Du eine treue Partnerin gefunden, Gemeinsam habt ihr gegen Euer Schicksal gekämpft und gemeinsam bestreitet ihr nun die Regenbogenbrücke.

Leb wohl kleine Pepsy und passe gut auf Mona auf.

Für Mona

Tiere treten in unser Leben und begleiten uns eine Weile.
Einige bleiben für immer, denn sie hinterlassen ihre Spuren in unseren
Herzen.
(Verfasser unbekannt)

Du liebe Mona hast dicke Spuren hinterlassen. Wir haben dich als kleine Kämpferin kennen gelernt und als solches auch gehen lassen müssen. Du liebtest dein Zuhause, das eigentlich nur deine Übergangszeit sein sollte. Aber Du wolltest einfach immer wieder hierher zurück und hast es sowohl deinen neuen menschlichen als auch tierischen Genossen sehr schwer gemacht. Nach unzähligen missglückten Vermittlungsversuchen durftest Du dann in deiner Heimat bleiben.

Wir Menschen konnten dein Streben nach der anderen Welt nicht akzeptieren und so marschierten wir mit dir durch sämtliche medizinischen Mühlen, alles ohne Erfolg. Du warst nicht sauer und hast alles über dich ergehen lassen. Wir Menschen mussten jetzt akzeptieren, dass Tierliebe auch gehen lassen heißt.

Dank unserer lieben Tierärztin durftest Du heute von Zuhause aus deine Reise über die Regenbogenbrücke antreten. Mit einem Salatblatt im Mäulchen hast Du von all dem gar nichts mitbekommen und bist in den Armen ganz friedlich eingeschlafen. Für immer ….

Deine Spuren werden immer sichtbar bleiben.

Vielen Dank an all die lieben Menschen, die Mona nicht vergessen, besucht und unterstützt haben. Ganz besonders danken wir Manuela, die Mona von Anfang an unterstützt hat und auch immer da war, wenn ihr etwas fehlte.

Abschied von Mona und Pepsy

Mittwochmittag, 15. Dezember 2010

Ich komme gerade von Frau Dr. Seitz. Wir werden Mona nun nur noch palliativ behandeln. Es ist erstaunlich, wie neugierig sie noch durchs Leben geht und wie aktiv sie trotz sichtlichem Abbau ihres Gesundheitszustandes daran teilnimmt. Dennoch dürfte ihre Kraft bald zu Ende gehen. Deshalb ein Aufruf an alle Freunde und Paten:

Wir werden für Mona nichts mehr tun können, sie nur noch begleiten und ihr das Leben so angenehm wie möglich gestalten. Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die an ihrem Schicksal teilhaben und jeden Bericht verfolgen. Ich lade Euch sehr herzlich ein, von ihr Abschied zu nehmen. Denn der Zeitpunkt wird nicht in allzu weiter Ferne liegen. Jeder der möchte, darf sie in ihrem letzten Lebensabschnitt besuchen und begleiten. Damit für Mona der Stress so gering wie möglich bleibt, solltet ihr Euch kurzfristig vorab anmelden, damit nicht zu viele Besucher auf einmal kommen.

traurige Grüße
Tina

Sonntagmittag, 12. Dezember 2010
Unser Sorgenkind Mona

Als ich sie gestern auf die Waage setzte, da blieb mir fast das Herz stehen. Nun wiegt sie nur noch 520 Gramm, Tendenz weiter sinkend!

Ich telefonierte sogleich mit Frau Dr. Seitz, die auch an diesem Wochenende Notdienst hat und berichtete ihr, dass trotz aller Behandlungsversuche sich keinerlei Besserung zeigt und ich immer mehr das Gefühl habe, dass sie mir unter den Händen verhungert. Auch beschleicht mich das ängstliche Gefühl, dass wir unsere kleine zu Weihnachten nicht mehr bei uns haben werden.

Katja schickte uns einen interessanten Bericht über Megabakteriose, den ich sogleich an Frau Dr. Seitz weitergeleitet habe. Danke Katja für diesen Hinweis! Sie liest ihn sich nun durch und wir sehen uns morgen wieder in ihrer Praxis.

Ich bin völlig fertig und das einzige, was ich Mona geben kann, sind die leckeren Sachen, die sie von Euch bekommen hat und sie frisst sie auch, wenn auch immer langsamer, da ihr langsam die Kraft fehlt. Schaut Euch das Bild an, nichts deutet auf ein krankes Tier hin. Mona ist nach wie vor ein agiles Schweinchen, das aktiv am Leben teilnimmt.

Sorgenschweinchen Mona

Vielleicht sollte ich ihr die wenige Zeit, die ihr noch bleibt, einfach nur noch schön gestalten und ihr den Stress aller Tierarztbesuche und Behandlungen ersparen. Es fällt mir nur so wahnsinnig schwer zu akzeptieren, dass auch wir Menschen manchmal machtlos sind.

Eure traurige
Tina

Dienstagabend, 2. Dezember 2010
Mona hat wieder abgenommen. Hier waren alle Versuche und Diagnosen bisher erfolglos.

Freitagabend, 19. November 2010
Mona bekommt ab heute dreimal die Woche einen Entgiftungscocktail in Form einer Infusion. Bitte Daumen drücken, dass es diesmal anschlägt. Allgemeinzustand ansonsten bisher unverändert.

Liebe Grüße
Tina

Donnerstagabend, 18. November 2010
Hier nun der Laborbericht der gestrigen Blutentnahme bei Mona. Ich war ganz erstaunt, wie schnell das geht: Diabetes = negativ, Schilddrüse = negativ, alle anderen Werte, also Leber, Niere, etc. = negativ.

Bis auf die Harnstoffwerte, die sind erhöht und man würde hier die Ursache einer Vergiftung sehen. Ich fragte gleich mal nach, ob das denn mit der Medikamentengabe im Moment zu tun hätte, aber das wurde ausgeschlossen. Mein Verdacht kam wieder auf den Topinambur und nach dem langen Gespräch schließe ich einen Zusammenhang nun nicht mehr aus!

Mona soll nun entgiftet werden, dazu soll sie nun drei Mal in der Woche in die Praxis kommen. Wie praktisch, da sitze ich ja derzeit ohnehin fast täglich. *Ohnmacht*

Samstagmittag, 13. November 2010
Nachdem Mona mit Tanja eine wirklich lange Reise angetreten hatte und damit nochmals eine kompetente andere Tierarztmeinung eingeholt hat, bekommt Mona ein ganzes Medikamentencocktail täglich verabreicht. Leider auch bisher ohne Erfolg, d. h. sie nimmt weiter ab und auch am Gesamtbild hat sich leider nichts verändert.

Trotzdem ich sie zufüttere, wird sie immer knochiger. Auch frisst sie nach wie vor normal und gut, sogar Dickmacher wie Haferflocken und Co. Ich versteh das echt nicht.

Das Fell glänzt ebenfalls nach wie vor, nur ein Äuglein trübt sich mehr. Die Ursache war irgendwann mal eine Verletzung. Das Auge wurde behandelt und es war auch wieder klar. Nur diesmal trübt es sich wie typisch bei einer Diabetes. Ich werde wohl doch nochmals Blut abnehmen lassen müssen. Das habe ich ihr stressbedingt erst mal nicht zumuten wollen, zumal ja ein Befund auf dem Tisch lag. Nun fang ich weiter an zu suchen.

Aktuell hat sie ein Gewicht von nur noch 682! Gramm und ich schau ihr wirklich beim Verhungern zu obwohl sie frisst. Nur die Karotten und den Fenchel lässt sie liegen, alles andere gerade auch die Dickmacher wie Hafer frisst sie gut. Critical Care frisst sie ebenfalls gut und lässt sich darüber hinaus auch sehr gut füttern.

Aber eines beruhigt mich, sie sieht nicht aus, als ob sie irgendwie leidet. Im Gegenteil, das einzigste, was bei ihr auffällt, ist eben die Gewichtsabnahme.

Montagmorgen, 1. November 2010
Unsere süße Mona ist trotz Trennung der Gruppe weiter mit dem Gewicht nach unten gerutscht und so langsam weiß ich mir keinen Rat mehr.

Die Zähne sind im Moment in Ordnung (lt. TÄ), sie frisst auch gut, das Fell glänzt, die Äuglein sind ebenfalls klar und auch sonst macht sie keineswegs einen kranken Eindruck. Nur was hat sie, dass sie immer weiter abnimmt?

Ich will ihr nochmals die Nierenwerte prüfen lassen. Denn das einzig Auffällige ist das Pipi machen. Sie trinkt nicht viel (normal), allerdings schwemmt sie unheimlich aus. Auch hier kann eine Erkrankung der Niere eine Rolle spielen, so zumindest die TÄ.

Eine Probetrennung der Gruppe brachte nichts, nur für mich die Erkenntnis, dass sie einen weiterhin gesunden Appetit hat. Es liegt also auch nicht am evtl. Stress, den hat sie wohl nicht. Eine Zurückführung in die Gruppe ging wie bei den vorangegangenen Vermittlungen ohne Probleme. Sie ist rein in die Gruppe und war Zuhause ohne Zickenkrieg oder einer Klarstellung der Rangordnung – fasziniert mich immer wieder, wer Mona kennt, weiß warum.

Tja nun bin ich mit meinem Latein auch erst mal am Ende. Wer noch einen Rat hat, der lasse es mich bitte wissen.

Gemacht wurde bisher:
– mehrmalige Kotuntersuchung (Kokzidien, Parasiten),
– Röntgen,
– Ultraschall (Tierklinik),
– Zähne (werden sowieso regelmäßig kontrolliert, da sie zeitweise ein Zahnproblem hatte),
– Urin,
– Blutuntersuchen auf Diabetes etc.,
-Verdachtsbehandlungen in alle Richtungen alles ohne Erfolg.

Symptome:
– Gewichtsschwankungen von 50 Gramm plus/minus,
– auffallende Gewichtsreduzierung, angefangen im Jahr 2009 (wobei es nie ein dickes Schweinchen war),
– aktuelles Gewicht 852 gramm Tendenz sinkend!
– kein auffälliges Trinkverhalten allerdings erhöhtes Ausscheiden.
Liebe Grüße
Tina

Mona mit ihrer verstorbenen Rotkraut

Freitag, den 22. Oktober 2010
Rat für Pepsy

Hi Leute,

da ich ja weiß, dass sich unter Euch doch einige befinden, die auch Erfahrungswerte haben, bitte ich um Eure Mithilfe.

Ich habe hier ein Meeri mit Durchblutungsstörungen sitzen. Was aussieht wie ein Ballenabszess ist leider so etwas wie ein offenes Bein beim Menschen. Nur mittels ständiger Bandagen und Behandlungen, was Mensch und Tier natürlich nicht gefällt, ist das Ganze im Griff zu halten. Leider keine Dauerlösung.

Bevor ich mich nun irgendwie entscheide möchte ich doch alle Möglichkeiten ausschöpfen. Eine Amputation aller Füßchen ist nicht möglich, dies wäre aber leider die einzig derzeitige Alternative.

Schaut mal in Eure Erfahrungswerte, vielleicht hattet Ihr das schon einmal. Das gestrige Bild ist eine fast hundertprozentige Verbesserung zur Anfangsbehandlung.

Pepsys schlimme Füße

Pepsy mit vier bandagierten Füßchen

Leider weiß ich jetzt nicht, was letztendlich angeschlagen hat. Dass Medikament, das Frau Seitz Pepsy letzte Woche gespritzt hat oder meine Salbenverbände, wobei ich meine Erfahrung aus der Altenpflege auf das Tier umgesetzt habe. Egal was es war, ich führe es erst einmal so fort. Die kleine ist eine Kämpferin und solange sie es mitmacht, werde ich alle Behandlungen durchführen, die ihr gut tun. Gegen eine Euthanasie habe ich mich bislang gewehrt. Aber eines ist klar, sie hat Schmerzen. Nur darf ich gegen ihren Willen entscheiden? Sie will leben und zeigt es mir jeden Tag. Nur den stetigen Verbandswechsel kann ich ihr nicht ersparen.

Hilfesuchende Grüße
Tina
P.S. man lernt im Leben irgendwie nie aus.

Freitag, den 8. Oktober 2010
Mona geht es seit der Trennung von der Gruppe besser. Hier kann ich ihr (und dem weiteren Sorgenschweinchen Rotkraut) extra Portionen und richtige Dickmacher rein machen, ohne dass die anderen platzen. Auch das Gewicht pendelt bei ihr stetig zwischen 50 gramm plus oder minus. Ich dachte immer, das liegt an der Waage. Denn so große Sprünge macht doch keiner – aber Mona schafft es.

Na ja, so hält sie mich halt auf Trapp.
LG
Tina

Dienstag, den 5. Oktober 2010
Tina war gestern Abend (4. Oktober 2010) mit Mona bei Dr. Seitz, um sie evtl. in Narkose zu legen wegen ihrer Zähne. Denn die kleine Maus wird uns als weniger, obwohl sie gut frisst. Somit heißt es hier alle Pfötchen für sie zu drücken. (c: